Tagesgeld FAQ
Wie funktioniert Tagesgeld genau?
In seinen Ursprüngen handelte es sich beim Tagesgeldmarkt um einen reinen Interbankenmarkt. Seit einigen Jahren steht allerdings auch privaten Anlegern die Möglichkeit zur Verfügung, Gelder an diesem Markt zu investieren. Tagesgeld wurde als Alternative zu den Krediten der Zentralbanken eingeführt und dient den Banken dazu, kurzfristige Liquiditätsengpässe, die in der Regel nur wenige Stunden bis Tage andauern, zu überbrücken. Die Bank stellt das Geld der Anleger also anderen Banken zur Verfügung, die sich diese Mittel kurzfristig leihen.
Ist mein Geld wirklich sicher?
Ja, das Geld ist zu jedem Zeitpunkt 100% sicher. Während sämtlicher Transaktionen und auch im verliehenen Zustand ist das Geld über Banken- und Einlagensicherungsfonds abgesichert. Selbst wenn es einmal vorkommen sollte, dass eine Bank Konkurs geht, ist das Geld der Anleger stets vorhanden, da es sich bei diesen Mitteln um ein Sondervermögen handelt, das nicht in Berührung mit den Kundengeldern gelangen darf.
Kann ich jederzeit über mein Geld verfügen?
Ja, zwar ist es richtig, dass das Geld an andere Banken verliehen wird, da die Banken aber über einen hohen Bestand an liquiden Mitteln verfügen, kann jeder Anleger sofort ausbezahlt werden. Da die meisten Tagesgeldkonten jedoch über das Internet verwaltet werden und man nicht einfach zu den Banken hingehen kann, muss mit einer marktüblichen Überweisungsdauer von bis zu drei Tagen gerechnet werden – in der Regel geht es jedoch schneller.
Lohnt sich Tagesgeld auch, wenn ich keinen Startbonus bekomme?
Ja, generell schon. Der Startbonus, die erhöhten Zinsen oder der Tankgutschein, den einige Banken ihren Kunden gewähren, sind lediglich kleine Aufmerksamkeiten, stehen aber in ihrer Höhe in keinem Verhältnis zu den zu erwartenden Zinseinnahmen.
Sind die Zinsen aufs Tagesgeld fix?
Nein, die Zinsen sind bei einem Tagesgeldkonto grundsätzlich variabel. Die Höhe des gewährten Zins richtet sich stets nach den aktuellen Zinsentscheidungen der Europäischen Zentralbank. Erhöht diese den Leitzins, den so genannten “EURIBOR” (European InterBank Offer Rate), so erhöht sich auch der Zins aufs Tagesgeld, wird er abgesenkt, sinken auch die Tagesgelderträge.
Wie werden die Zinsen ausbezahlt?
Die Zinsen werden bei den meisten Tagesgeldkonten taggenau errechnet und immer zum 01. Januar gutgeschrieben.
Wodurch werden die Zinsen beeinflusst?
Da die Zinsen sich am EURIBOR orientieren, hängen sie von dessen Entwicklung ab, welche wiederum auf der Zinspolitik der EZB fußt. Die Entscheidung, wie der Zins verändert wird, hängt dabei in der Hauptsache von der wirtschaftlichen Entwicklung der Eurozone und der Wertstabilität des Euro ab.
Tagesgeld oder Sparbuch – was ist besser?
In der Regel ist es so, dass ein Sparbuch lediglich einen Zins von 1-1,5% bieten kann, wohingegen die meisten Tagesgeldkonten den zwei- bis dreifachen Satz erbringen. Während man bei einem Sparbuch jedoch einfach in die Bank gehen und das Geld direkt abheben kann, muss man es sich bei einem Tagesgeldkonto zuerst überweisen, was bis zu drei Tage in Anspruch nehmen kann. Positiv ist aber, dass ein Tagesgeldkonto in jedem Fall sicherer ist, denn während ein Sparbuch verloren gehen und dann jeder über das Geld verfügen kann, muss man sich bei seinem Tagesgeldkonto u.a. mit einer persönlichen PIN identifizieren.
Brauch ich neben dem Tagesgeld- noch ein Girokonto?
Ja, ein Tagesgeldkonto kann auf keinen Fall das herkömmliche Girokonto ersetzen. Geldeingänge sind zwar in der Regel von jedem Konto möglich, Überweisungen können hingegen stets nur auf das Referenzkonto vorgenommen werden. Auch ist es nicht möglich Geld am Geldautomaten abzuheben oder Zahlungsvorgänge wie Lastschriften oder Daueraufträge durchzuführen.
Was ist ein Referenzkonto?
Das Referenzkonto ist in der Regel das persönliche Girokonto, kann aber auch ein beliebiges anderes Konto sein. Wichtig ist nur, dass der Besitzer des Referenzkontos auch der Besitzer des Tagesgeldkontos ist.
Wie finde ich das beste Tagesgeldkonto?
Die besten Tagesgeldkonten lassen sich mit einem so genannten “Tagesgeldvergleich” finden. Hierbei handelt es sich um ein zumeist kostenloses Programm, das in der Lage ist, diverse Angebote verschiedener Banken binnen weniger Sekunden miteinander zu vergleichen.













